Kontakt
05574-54560 Sprechzeiten Online-Terminwunsch Anfahrt Facebook

Wackelnde Kinderzähne

Dezember 2017 – Wackelnde Kinderzähne

Der Zahnwechsel findet meist zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr statt. In dieser Phase besteht das Gebiss aus noch vorhandenen Milchzähnen und „neuen“ bleibenden Zähnen zusammen – man spricht vom „Wechselgebiss“. Zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr, oder auch wesentlich später, brechen dann noch die Weisheitszähne durch. Wie die gesamte Kindesentwicklung, so verläuft jedoch auch der Zahnwechsel sehr unterschiedlich.

Wann kommt welcher Zahn? Der Zeitplan

  • Mit etwa sechs Jahren: Der Zahnwechsel beginnt mit dem Durchbruch des „Sechsjahrmolaren“. Er erscheint hinter dem letzten Backenzahn des Milchzahngebisses. Er ist ein „Zuwachszahn“, da er keinen Milchzahn ersetzt, sondern einen neu entstandenen Raum einnimmt.
  • Mit etwa sieben Jahren: Durchbruch der vorderen ersten Schneidezähne. Sie ersetzen die Milchschneidezähne.
  • Mit etwa acht Jahren: Es folgen die seitlichen Schneidezähne (im Unterkiefer etwas früher als im Oberkiefer). Nach einer etwa einjährigen Pause folgt die zweiten Phase des Wechselgebisses:
  • Zwischen dem 9. und 10. Lebensjahr: Eckzähne und die vorderen Backenzähne (Prämolaren) erscheinen. Die Prämolaren ersetzten die Milchbackenzähne.
  • Mit etwa 12 Jahren: Der zweite bleibende Backenzahn bricht durch und füllt den Raum aus, der durch das Kieferwachstum neu entstanden ist. Der zweite bleibende Backenzahn ist also wieder ein Zuwachszahn.
  • Ab etwa dem 16. Lebensjahr: Durchbruch der dritten Backenzähne („Weisheitszähne“).

Mögliche Probleme während des Zahnwechsels:

In der Phase des Wechselgebisses kann es zu Begleitsymptomen, zu Problemen für die bleibenden Zähne und zu Fehlstellungen kommen. Beispiele:

  • Die Milchzähne erfüllen unter anderem die Aufgabe von Platzhaltern für die bleibenden Zähne. Gehen sie zu früh verloren, führt dies meist zu Fehlstellungen. Bei den Schneidezähnen kann außerdem die Sprachentwicklung gestört werden.
  • Oft entzündet sich das Zahnfleisch im Bereich des neu erscheinenden Zahnes. Man spricht von einem erschwerten Zahndurchbruch. Davon sind besonders die Weisheitszähne betroffen.

Was können Eltern und wir Zahnärzte tun?

Besonders im Milch- und Wechselgebiss ist es wichtig, die Zähne sorgfältig zu pflegen. Dadurch wird Zahnfleischentzündungen vorgebeugt und das Kariesrisiko der bleibenden Zähne verringert.

Ebenfalls sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen in der Phase des Zahnwechsels erforderlich. So können eventuelle Komplikationen früh erkannt und oftmals negative Folgen für die bleibenden Zähne vermieden werden. Ein Tipp: Kommen Sie außerdem in unsere Praxis, wenn Sie selbst Probleme mit dem Zahnwechsel vermuten.

Erscheinen die bleibenden Zähne nicht direkt unter dem Milchzahn, kann dieser in zweiter Reihe verbleiben. Der „störende“ Zahn kann entfernt werden, um zusätzliche Schmutznischen für bakterielle Zahnbeläge zu beseitigen. Auch ein sehr früher Milchzahnverlust kann die Wechselgebissphase erschweren und zu Problemen führen. Ein sogenannter Lückenhalter kann in diesem Fall verhindern, dass es zu Platzmangel für die bleibenden Zähne kommt.

 

Zur nächsten Dezember-News: Was sind Inlays?

Dezember 2017 – Wackelnde Kinderzähne

Beim Zahnwechsel sind Zahnpflege und Kontrolltermine besonders wichtig. Mehr »